22.05.24

Ziel für Sonntag: Der letzte Schritt zur Meisterschaft

Beendet unsere Mannschaft die Punktspielserie am Sonntag als Meister der Staffel Nord-West der 3. Handball-Bundesliga und schafft damit die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Halbfinale der Aufstiegsspiele gegen den HC Empor Rostock? Die Antwort auf diese nach wie vor spannende Frage gibt es am Sonntag ab 17.00 Uhr in der Volksbank Arena im Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck. Im letzten Punktspiel der Saison gilt unser Team als klarer Favorit, bisher wurden alle Heimspiele gewonnen und auch am Sonntag soll diese Serie Bestand haben. Der Konkurrent TV Emsdetten muss bereits einen Tag früher beim MTV Großenheidorn antreten und gilt dort ebenfalls als klarer Favorit. 

„Ich habe das Spiel in Ahlen schnell abgehakt, in dieser Saisonphase gibt es oft solche Spiele“ wollte sich unser Trainer Daniel Deutsch mit der letzten Partie gar nicht weiter beschäftigen. „Wir nehmen eben auch Spiele an, in denen es nicht gut läuft, und bringen diese -wenn auch manchmal knapp – dann doch mit zwei Pluspunkten nach Hause. Das ist in dieser Saison eine gewaltige Stärke meiner Mannschaft. Jetzt wollen wir uns am Sonntag auch den Meistertitel holen“ ordnet er die bisherige Saison ein, auf die die er am Sonntagabend als Staffelmeister zurückblicken will. Gerade diese mentale Stärke, die die Mannschaft selbstbewusst die Ruhe bewahren und nie aufgeben lässt, brachte ihr einige knappe Siege ein. „Ich sehe das positiv, auch wenn die Leistung in manchen Spielen nicht optimal war, aber so ist das eben im Lauf einer Saison“ so Deutsch weiter. „Auch wenn der Vergleich hinkt und wir uns sicher nicht damit vergleichen können, aber die Leverkusener sind auch deshalb Deutscher Fußballmeister geworden, weil sie viele Tore in der Nachspielzeit erzielt haben“ fügt er mit leichtem Augenzwinkern an. Zur Erklärung: Bayer Leverkusen hat in der gerade abgelaufenen Fußball-Bundesliga Saison tatsächlich 21 Tore ab der 86. Spielminute erzielt, 13 davon in der Nachspielzeit. Sechs dieser Tore haben eine Niederlage verhindert. Bekanntlich ist die Bayer-Truppe ungeschlagen durch die Saison marschiert. Das freilich ist unserer Mannschaft nicht ganz gelungen, aber bisher stehen lediglich eine Niederlage und ein Unentschieden in der mit 55:3 Punkten herausragenden Saisonbilanz. „Am Ende zählen immer nur die Punkte und die bekommt man nur, wenn alle bis zum Schlusspfiff an sich glauben und in Ruhe und nervenstark ein Spiel zu Ende bringen. Das hat meine Mannschaft bis auf eine Ausnahme immer geschafft, wenn es mal eng wurde und sie zwischenzeitlich auch mal zurückgelegen hat“ ist der Trainer auch stolz auf die Entwicklung seiner Schützlinge, die insgesamt fünf ihrer 15 Auswärtsspiele mit nur einem oder zwei Toren Vorsprung gewonnen haben. Die Heimspiele wurden bisher allesamt deutlicher gewonnen. Dabei weiß auch der Coach, dass es vier Tage später mit dem ersten Aufstiegsspiel (im Fall eines Erfolges gegen Fredenbeck in Rostock) erst richtig losgehen wird mit der Saison, an deren Ende der Aufstieg stehen soll. Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg, der erste Schritt dahin wäre ein Sieg am Sonntag. Während Daniel Deutsch nach der bisher einzigen Saisonniederlage in Emsdetten sofort nach vorne blickte, als er sagte „Wir müssen jetzt wach bleiben und auf unsere Chance warten“ glaubten andere nicht mehr an die Staffelmeisterschaft, die nun doch zum Greifen nah ist. So spekulierte zum Beispiel die Hildesheimer Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 08. April 2024 (S.21) sofort nach der einzigen Saisonniederlage unserer Mannschaft „Durch den Erfolg dürfte der TVE aber nach seinem Nachholspiel die Tabellenspitze von den Hildesheimern übernehmen“ und schrieb die Mannschaft damit insofern im Kampf um die Meisterschaft ab, als sie sich in Art und Umfang der Berichterstattung zunehmend auf andere Clubs konzentrierte. Schon zwölf Tage später strauchelte der TV Emsdetten beim Wilhelmshavener HV, was Punktgleichheit an der Tabellenspitze bedeutete. Da unser Team den direkten Vergleich mit den Münsterländern knapp mit 69:67 für sich entschieden hat und bisher keinen weiteren Punkt abgegeben hat, steht es auch vor dem letzten Spieltag an der Tabellenspitze, ohne diese seitdem auch nur einmal abgegeben zu haben. Ein Schritt oder besser ein Sieg fehlt noch bis zum Titel, das Hinspiel in Fredenbeck war übrigens eines der fünf knapp gewonnenen Auswärtsspiele (30:28). Am Sonntag sollen nun auch die letzten beiden Punkte auf das Konto unserer Mannschaft wandern. Mit dem VfL Fredenbeck kommt eine Mannschaft in die Arena, die den Abstieg nicht mehr verhindern kann und die nach Lust und Laune aufspielen kann, weil keinerlei Druck mehr auf ihr lastet. Auch ein Trainerwechsel (Jörg Rademacher löste Igor Sharnikau ab) zu Beginn des Jahres konnte den Abstieg nicht verhindern. Jesper Müller und Jan Möller waren zuletzt beste Werfer ihres Teams, das als krasser Außenseiter in die Volksbank Arena kommt.        

Das letzte Heimspiel der regulären Saison steht vor der Tür.

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