12. November 2020

Unterbrechung der Drittliga-Saison bis Ende Dezember

Entscheidung des Präsidium und Vorstand des DHB

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Foto: www.dhb.de

Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes haben am Mittwoch in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga Handball Corona-bedingt bis Ende des Jahres auszusetzen. Vorangegangen war am 30. Oktober ein ebenfalls von Präsidium und Vorstand gefasster Beschluss, den Spielbetrieb aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen zunächst bis zum 15. November zu unterbrechen. Eine Wiederaufnahme ist derzeit zum Wochenende 9./10. Januar beabsichtigt, sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt.

 

„Wir sind mit dem DHB in einem ständigen Austausch über die Möglichkeiten, die uns die momentane Situation bietet, aber auch darüber, welche Rahmenbedingungen jeder einzelne Club in der 3.Liga erfüllen muss, um den Trainings- bzw. Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Ich halte in der momentanen Situation im Hinblick auf die aktuellen Infektionszahlen ein Testing der Spieler für unabdingbar. Wir tun dies bereits und testen regelmäßig. Wie der Spielplan ab Januar aussieht, kann nach meiner Einschätzung erst ab Mitte Dezember etwas konkretisiert werden, da man dann die Entwicklung der Pandemie hinsichtlich eines Re-Starts im Januar besser abschätzen kann“ schildert Sportdirektor Martin Murawski die Situation bei HC. 

 

Der Deutsche Handballbund hat in den vergangenen beiden Wochen mit Spielkommission 3. Liga und Jugendspielausschuss alle Vereine in die Situationsanalyse eingebunden, mit den zuständigen Gremien unter anderem spieltechnische Szenarien entwickelt und als maßgeblichen rechtlichen Rahmen auch die Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer ausgewertet. Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) haben derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren. Etwa die Hälfte dürfte den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen. Insgesamt ergibt sich für die 3. Liga ein heterogenes Bild auch, was die Einordnung als Amateur- oder Profisport betrifft. Ähnlich ist die Ausgangslage für die JBLH, in der 40 männliche und nach absolvierter Vorrunde 16 weibliche Nachwuchsteams aktiv sind.

 

Am Dienstagabend tauschte sich der Deutsche Handballbund in zwei Videokonferenzen mit den Vereinen der 3. Liga der Männer und Frauen aus. „Wir verstehen die Nöte vor Ort. Es ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, Wege zu finden, wie der Handball in der 3. Liga aktiv bleibt und welche Formen des Spielbetriebs möglich und sinnvoll sind. 

 

Der Deutsche Handballbund, die Spielkommission 3. Liga und der Jugendspielausschuss werden in den kommenden Wochen weiter beraten, wie die Saison 2020/21 fortgesetzt werden kann, welches Testkonzept gegebenenfalls zum Einsatz kommen könnte, wo und in welchem Umfang Publikum ermöglicht werden kann sowie welche Anpassungen des Modus gegebenenfalls erforderlich sind. Zudem wird der DHB auf politischer Ebene weiter für eine Corona-Förderung der Vereine kämpfen.