11. Mai 2021

Starke erste Halbzeit reicht nicht aus

HC Eintracht unterliegt im Vorrunden-Endspiel zuhause dem HC Empor Rostock

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Bild: Rainer Coordes

Am heutigen Dienstagabend begrüßte der HC Eintracht Hildesheim den Handballclub aus Rostock. Nach bärenstarker Anfangsphase und einer spannenden ersten Halbzeit, machte der Gastgeber im zweiten Durchgang zu viele Fehler und verwertete klare Torchancen nicht. Am Ende zeigte die Anzeigetafel 24:27 für die Gäste an. Damit steht der HC Eintracht Hildesheim weiter auf Tabellenplatz fünf und hat damit die Chance auf das Play-Off-Ticket nicht mehr in der eigenen Hand.

 

Schon vor Anpfiff der heutigen Begegnung war klar: Diese Partie ist voller Endspielcharakter. Das zeigte sich auch von Beginn an auf der Platte. Erst in der 4. Minute konnte das erste Tor in Person durch Lukas Schieb erzielt werden. Von da an lief es für die Einträchtler. Die Hausherren stand stabil in der Abwehr, Schlussmann Jakub Lefan knüpfte an seine Leistung in Hagen an und der Angriff netzte über 3:1, 5:2 und 7:3 ein. Rostocks Trainer Till Wiechers bat sein Team zur Auszeit, die zu wirken schien. In der 22. Minute glich Rostock zum 7:7 aus. Ausgeglichen ging es über 9:9 und 10:10 nach 30 Minuten mit einem Tor Führung (11:10) für die Gastgeber in die Halbzeitpause.

 

Die an Spannung kaum zu übertreffenden letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit blieben zu Beginn der zweiten Halbzeit aus. Stattdessen gehörten die ersten acht Minuten den Gästen in Gelb. Erst beim Stand von 11:16 erlösten die Flügelflitzer René Gruszka und Lothar von Hermanni zum 14:16. Doch der HC Empor Rostock spielte sich weiter in Führung. Beim 15:20 blieb den Hildesheimern noch eine viertel Stunde für eine Aufholjagd. 15 Minuten, in denen die Einträchtler kämpften, aber nie näher als drei Tore Abstand rankamen. Zu viele Fehlwürfe und individuelle Fehler brachte Rostock über 17:22 und 20:24 dem Ticket für die Zwischenrunde immer näher. Beim Stand von 23:26 schickte Trainer Jürgen Bätjer sein Team in die offensive Manndeckung, was eineinhalb Minuten vor Spielende leider auch nicht mehr die entscheidende Wirkung brachte. Damit trennte sich der HC Eintracht Hildesheim am Ende mit 24:27 von dem HC Empor Rostock.

 

„Wir kämpfen, wir holen alles raus und haben aber Anfang der zweiten Halbzeit wieder eine Phase in der wir wieder vier oder fünf technische Fehler machen. Klar sind die durch gute Abwehrarbeit auch erzwungen, aber da werden Bälle zu leicht ins Aus geschmissen. Das war nicht gut und das hätten wir besser machen müssen.“, weiß auch Trainer Jürgen Bätjer nach dem Spiel.

 

Mit dem erneuten Punktverlust sind die Aussichten auf die Play-Offs eher wolkig. Aus eigener Kraft wird sich das Team aus Hildesheim nicht mehr in die Zwischenrunde spielen können. „Wir sind ganz doll traurig. Natürlich ist es theoretisch noch möglich, aber im Moment fällt mir das schwer daran zu glauben.“, gibt ein sichtlich enttäuschter Jürgen Bätjer gegenüber der Presse zu. „Wir schauen, dass wir uns Sonntag in Spenge vernünftig verabschieden, darauf haben wir uns gerade eingeschworen. Ansonsten hoffen wir, dass uns alle weiter treu bleiben und wir versprechen, dass wir nächstes Jahr einen neuen Anlauf nehmen. Wir kommen gestärkt aus einer schwierigen Saison und einer schwierigen Aufstiegsrunde und probieren es neu.“, verspricht der HC-Trainer.