17. Oktober 2021

HC-Einträchtler gewinnen auch in Magdeburg

Hildesheim bleibt auch in Magdeburg ungeschlagen

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Bild: Rainer Coordes

Am gestrigen Samstag, 16.10.2021 traf der Drittligist des HC Eintracht Hildesheim auf die Youngsters des SC Magdeburg. Die Ausgangslage: Zweiter gegen Dritter. Nur gegen den Aufstiegsaspiranten TuS Vinnhorst ließen die Magdeburger zwei Punkte liegen. Nach einem feurigen Spiel konnten die HC-Einträchtler auch in Magdeburg bestehen und nahmen einen 25:28 Sieg mit zurück nach Hildesheim. Damit bleiben die Hildesheimer ungeschlagen und stehen weiterhin auf Platz zwei der Drittligatabelle. 

 

Trainer Jürgen Bätjer benennte die Begegnung gegen die Youngsters des SC Magdeburg „die erste richtige harte Bewährungsprobe“. Die Härte zeigte sich auch auf der Platte. Nach knapp fünf Minuten beim Stand von 2:2 schickte das Schiedrichtergespann Hildesheims Sören Kress bereits für zwei Minuten auf die Bank. Nach der ersten Viertelstunde verbuchten die Hildesheimer zusätzlich drei gelbe Karten auf ihr Konto, konnten sich jedoch auch über 2:4 und 3:5 einen 3:7 Vorsprung erspielen. Das nahm der Trainer des SC Magdeburg II auch zum Anlass und bat sein Team zur Auszeit. Diese schien auch gewirkt zu haben, innerhalb der nächsten drei Angriffssituationen verkürzten die Youngsters am Siebenmeterpunkt auf 6:8 und kurz drauf feierten die Hausherren den Anschlusstreffer. Als Luka Baumgart für den SC Magdeburg II dann den Treffer zum 9:9 erzielte, zog auch HC-Trainer Jürgen Bätjer den grünen Karton. Auch diese kurze Absprache schien zum richtigen Moment, denn die nächsten zweieinhalb Minuten gehörten den HC-Einträchtler. Erst Jan Winkler, dann René Gruzska und kurz darauf Niko Tzoufras trafen für die Gäste aus Hildesheim und stellten somit einen 9:12 Vorsprung her. Derweil zeigte sich die angesprochene Härte auch in den progressiven Bestrafungen wieder. Denn in den nächsten fünf Minuten zeigte das Gespann Große / Hornuff den Magdeburger Youngsters nicht nur drei Mal den gelben Karton, sondern schickte auch drei Spieler für zwei Minuten vom Feld, sodass der Gastgeber vier Minuten vor Schluss in doppelter Unterzahl agierte. In dieser Zeit hielten die Hildesheimer den drei Tore Vorsprung über 11:14 und 13:16. Kurz vor der Halbzeitpause konnten die Hausherren aus Magdeburg nochmals auf 14:16 verkürzen, bevor sich die beiden Teams in die Kabine verabschiedeten. 

 

Das erste Tor der zweiten 30 Minuten ging auf das Konto der Magdeburger, bevor Jakub Tonar zwei Mal zum 15:18 Vorsprung ins Tor der Youngsters traf. In der 38. Minute erhöhten die Hildesheimer auf vier Tore (16:20), abschütteln ließen sich die Magdeburger jedoch keinesfalls. Stattdessen nutzen sie die beiden Zeitstrafen und verkürzten in der 40. Minute auf 18:20. Als dann durch eine weitere zweimünitige Pause die Gäste in doppelte Unterzahl agieren mussten, zog Jürgen Bätjer die erste Auszeitkarte des zweiten Durchgangs.  Sieben Minuten, drei Tore und zwei Zeitstrafen später bat auch Magdeburgs Trainer beim Stand von 19:22 zum Gespräch. Über 20:22 und 21:23 zeigte die Anzeigetafel beim 21:24 die letzten zehn Spielminuten an. Auch diese blieben spannend. Beide Trainer nutzen nochmals die Möglichkeit der Absprache durch ein Time-Out und beide Mannschaften kämpfen um die begehrten zwei Punkte und den zweiten Tabellenrang. Über 22:25, 23:26 und 24:27 kamen die Youngsters aus Magdeburg zwei Minuten vor Schluss nochmal vom Siebenmeterpunkt auf zwei Tore und somit auf 25:27 ran. Das letzte Tor erzielten jedoch die Gäste aus Hildesheim zum 25:28 Endstand.

 

„Das war eine richtig knifflige und schwierige Aufgabe, die wir jedoch souverän gelöst haben. Wir haben von Anfang an geführt und sind auch nie in Rückstand geraten. Ich weiß, es hieß in dem Kommentar über den Stream wir können mit unserer Leistung nicht zufrieden sein. Das sehe ich völlig anders, es ist immer leichter gegen uns zu spielen, da wir immer die Favoriten sind und jeder spielt gegen uns nochmal ein paar Prozent besser. Da muss man auch dagegen halten, wenn man mal nur mit zwei oder drei Toren führt und das haben wir gut gemacht. Das hat uns auf jeden Fall viel Auftrieb und Selbstsicherheit gegeben. Das ist ein toller Erfolg nach einer harten Woche und ich freue mich für meine Mannschaft.“, sagt Trainer Jürgen Bätjer nach dem Spiel. 

 

Damit bleiben die Hildesheimer Handballer weiter ungeschlagen und verteidigen den zweiten Tabellenplatz. Kommende Woche (So. 24.10.2021 I 17:00 Uhr) treffen die HC-Einträchtler auf das Team des MTV Braunschweig und spielen somit vor heimischer Kulisse die nächsten Derbypunkte aus. Tickets gibt es unter hceintracht-hildesheim.de oder direkt in der HC-Geschäftsstelle. Es gilt die 2G-Regelung. 

 

Eintracht – SC Magdeburg II

HC Eintracht: Konstantin Madert, Leon Krka - Juan Antonio Sario Viciano, Sören Kress, Marko Matic (5), Jonas Richardt, René Gruszka (6), Jakub Tonar (4), Nikolaos Tzoufras (4), Kay Behnke, Lothar von Hermanni (3/1), Moritz Schade, Jan Winkler (6), Eimantas Grimuta

SC Magdeburg II: Janik Patzwaldt, Niclas Behrendt (1), Max Meyer, Carl Haake, Georg Löwen (1), Leon Hein, Renars Uscins (12/1), Elias Ruddat (1), Ole Schramm (1), Luka Baumgart (2), Felix Eißing (1), Alexander Möller, Oskar Schöll  (6/4), Tim Kloor, Justin Döbler

Schiedsrichter: David Große / Maik Hornuff

Zeitstrafen: HC Eintracht 8 (Kress, Matic, Gruszka, Tonar, Schade, Winkler) – SC Magdeburg 2 4 (Löwen, Uscins, Schramm, Döbler)

Siebenmeter: HC Eintracht 1/1 – SC Magdeburg II 5/7

Rote Karten: -

Zuschauer: 146

Spielfilm: 2:2, 3:5, 3:7 (Time-Out SC Magdeburg II / 15), 4:8, 9:9 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim / 21), 9:12, 12:15, 14:16 (HZ), 15:16, 18:20 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim / 41), 19:21, 19:22 (Time-Out SC Magdeburg II / 48), 20:23, 22:24, 22:26 (Time-Out SC Magdeburg II / 53), 23:26 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim / 57), 24:27, 25:28