28.08.25
Im ersten Heimspiel lastet schon Druck auf dem Team
Den Saisonauftakt hatten sich alle anders vorgestellt, nun gilt es die Scharte der Plauen-Pleite im ersten Heimspiel der noch jungen Drittliga-Saison schnell und überzeugend auszuwetzen. Am Sonntag um 17.00 Uhr hat unsere Mannschaft die Reinickendorfer Füchse Berlin II in der Sparkassen Arena zu Gast. Im Team der Berliner Nachwuchsasse stehen gleich vier frischgebackene U 19 Weltmeister und viele weitere topausgebildete junge Nachwuchsspieler. „Das ist eine ganz schwere Aufgabe“ hält unser Trainer Daniel Deutsch die Berliner für deutlich stärker als das Team aus Plauen. Ein schnelles Erfolgserlebnis wäre aus unserer Sicht auch deshalb wichtig, weil die Mannschaft danach vier Wochen spielfrei ist und im Falle einer Niederlage in diesem Zeitraum als Zuschauer in Tabellenregionen abzurutschen droht, die sich hier bisher keiner hat vorstellen können. Die Halle öffnet am Sonntag wie immer um 15.30 Uhr. Teammanager Martin Kahl richtet noch eine Information an die Fans, die ihre bestellten Dauerkarten noch nicht abgeholt haben. „Die Saisontickets können zu den Öffnungszeiten in unserer Geschäftsstelle abgeholt werden. Für die, die die Abholung bis Sonntag nicht schaffen, liegen die Karten am Sonntag an der Tageskasse natürlich auch noch bereit“ so Kahl, der ergänzend darauf hinweist, dass Dauerkarten natürlich auch jetzt noch zu kaufen sind.
Alle Teams, die in der Nord-Ost Staffel zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden, haben sich am ersten Spieltag mehr oder weniger souverän durchgesetzt. Erster Tabellenführer ist überraschend die HSG Eider Harde, die bei der Leipziger Bundesligareserve einen Kantersieg (37:26) landete. Rostock gewann klar in Hamburg-Barmbek, Braunschweig setzte sich bei den Sportfreunden Söhre durch und der EHV Aue startete mit einem deutlichen Heimsieg gegen Oranienburg in die Saison. Nur unsere Mannschaft hat ihren Saisoneinstieg mit einer desolaten Vorstellung und der daraus resultierenden Niederlage in Plauen-Oberlosa komplett an die Wand gefahren. Nun gilt es, schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die Erklärung dafür, dass die Partie verloren wurde, liefert die Statistik, die rund 20 technische Fehler und ebenso viele Fehlwürfe unserer Spieler ausweist. Warum aber die Spieler sich derart unkonzentriert und wenig kämpferisch präsentierten, das versucht unser Trainerteam in diesen Tagen in vielen Gesprächen herauszufinden. Jedenfalls hoffen Daniel Deutsch und Chris Meiser auf eine entsprechende Reaktion der Mannschaft, die sich bereits am ersten Spieltag unter Zugzwang gesetzt hat. Vor allem aus dem Rückraum fehlte jeglicher Druck, in der Verwertung ihrer klaren Torchancen dagegen zeigten so gut wie alle unsere Spieler erhebliche Schwächen. Einziger Lichtblick im Hildesheimer Angriff war Youngster Jorit Reshöft, der mit einer ordentlichen Wurfquote und mit Einsatz noch leidlich überzeugen konnte. Der kurzfristige Ausfall von Abwehrchef Petar Juric kann als Erklärung für die indiskutable Angriffsleistung jedenfalls nicht herhalten, vielmehr dürfte es eine Sache der Einstellung sein, wenn auch unbewusst. Schließlich war man Niederlagen in der letzten Saison nicht gewöhnt, auch nicht so gute Spiele wurden ja immer gewonnen. In den Trainingseinheiten dieser Woche wurden Intensität und Tempo forciert. „Wir haben wieder Basics trainiert“ berichtet Daniel Deutsch, der immerhin froh darüber ist, keine weiteren Verletzten ersetzen zu müssen. Die Berliner Jungfüchse kommen mit der Empfehlung eines Heimsieges im ersten Spiel nach Hildesheim. Die Füchse Berlin sind nicht nur Deutscher Meister, sondern auch für ihre herausragende Nachwuchsarbeit bekannt. So verwundert es nicht, dass aktuell mit Jan Grüner, William Reichardt, Fynn Paulicks, und Tim Schröder gleich vier U19 Weltmeister aus Berlin stammen, bis auf Paulicks gehörten alle am letzten Wochenende beim Heimsieg der Jungfüchse über Magdeburg II zur Mannschaft von Trainer Kenji Hövels, in der auch der aus Burgdorf an die Spree gewechselte Justin Wollny zu den besten Torschützen gehörte. Topausgebildete Spieler, die technisch bestens aufgestellt sind und blitzschnell im Angriff agieren, kennzeichnen den nächsten Hildesheimer Gegner. Eine echte Herausforderung also für unser Team, zumal das Selbstvertrauen nach dem verpassten Zweitliga-Aufstieg und insbesondere nach der letzten Niederlage doch arg ramponiert sein dürfte. Die Partie am Sonntag kann durchaus schon richtungsweisend für die Saison sein. Ein solches Spiel nach einer unerwarteten Niederlage ist für jeden Spieler auch eine Charakterfrage, es bleibt spannend wie sich die Mannschaft am Sonntag den eigenen Fans präsentiert.

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