27.03.26

Eintracht triumphiert in der Löwenhöhle und gewinnt mit 29:25 beim Tabellenführer

Braunschweigs Trainer Volker Mudrow hatte seine Mannschaft im Vorfeld gewarnt: Ein angeschlagener Boxer sei unberechenbar. Diese Einschätzung sollte sich bewahrheiten. Die wiedererstarkte Eintracht zeigte eine bemerkenswerte Leistung und sorgte für eine faustdicke Überraschung. Mit einem 29:25-Auswärtssieg (13:11 zur Halbzeit) fügte sie dem MTV Braunschweig die ersten Minuspunkte in dessen eigener Halle zu. Damit gelang der Eintracht ein Coup, der im Vorfeld kaum für möglich gehalten wurde.

Durchschlagskraft des Rückraums zurück

Zu Beginn des Spiels setzte Eintracht Hildesheim im Angriff auf Lukas Quedenbaum, Philipp Wäger, Piet Möller, Hendrik Hanemann, Henning Stoehr und Jakub Tonar. Bemerkenswert war die Rückkehr von Jakub Tonar, der sich nach einer längeren Verletzungspause wieder ins Team integrierte und direkt zum Einsatz kam. Diese Aufstellung deutete auf eine offensive Ausrichtung hin und zeigte, dass Trainer und Mannschaft auf bewährte Kräfte sowie Rückkehrer setzten, um gegen den Tabellenführer MTV Braunschweig erfolgreich zu bestehen.

Die Grundlage für den Sieg legte die Deutsch-Sieben mit gut organisierter Abwehrarbeit und Torwart Leon Krka, der mit sechs Paraden in der ersten Halbzeit seinem Team den nötigen Rückhalt gab. Die offensive Deckung der Deutsch-Sieben, angeführt von Petar Juric, agierte äußerst effektiv und zwang die Braunschweiger immer wieder dazu, ins Positionsspiel zu wechseln.

Die Eintracht zeigte von Beginn an eine gute Offensivleistung. Besonders die Tore von Jakub Tonar und Philipp Wäger aus dem Rückraum sorgten dafür, dass die Abwehr des MTV Braunschweig immer wieder vor große Herausforderungen gestellt wurde. Mit diesen gezielten Aktionen schufen Tonar und Wäger die notwendigen Lücken für Piet Möller, der diese konsequent nutzte.

Nach zwei verwandelten Siebenmetern durch Piet Möller und einem weiteren Treffer von Jakub Tonar gelang der Eintracht bereits nach neun Minuten eine 7:3-Führung. Diese frühe Dominanz zwang MTV-Coach Volker Mudrow dazu, seine erste Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft neu zu justieren.

Nach einer Viertelstunde gelang Melf Hagen, der sich bis zum Pausenpfiff insgesamt sechs Tore sichern konnte, per Siebenmeter der Anschlusstreffer zum 8:6 und hielt damit sein Team im Spiel. Eintracht-Trainer Deutsch reagierte darauf und nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft neu auszurichten. Im Anschluss daran verkürzte Braunschweig durch einen weiteren Treffer von Hagen auf 8:7. Doch die Eintracht setzte sich in den folgenden Minuten wieder ab: Mit drei Toren von Piet Möller – darunter zwei verwandelte Siebenmeter – und einem Treffer von Jakub Tonar bauten sie ihre Führung fünf Minuten vor der Pause auf 12:8 aus. Diese Phase war entscheidend für den erfolgreichen Verlauf der ersten Halbzeit. Zur Halbzeit führte die Eintracht mit 13:11.

Die zweite Halbzeit

Der Beginn der zweiten Halbzeit war geprägt von zwei Paraden von Eintracht-Keeper Leon Krka. Diese Aktionen gaben seiner Mannschaft weiterhin Sicherheit und verhinderten, dass der MTV Braunschweig früh den Ausgleich erzielen konnte.

Im weiteren Verlauf zeigte sich die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow kämpferisch und ließ sich zu keinem Zeitpunkt abschütteln. Immer wieder gelang es dem MTV, den Anschluss herzustellen und die Eintracht unter Druck zu setzen. Die Begegnung blieb dadurch über weite Strecken spannend.

Die Entscheidung

Im letzten Viertel des Spiels, insbesondere zwischen der 50. und 55. Minute, gelang es der Eintracht, das Spiel endgültig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Durch Tore von Piet Möller, Jakub Tonar und Lukas Quedenbaum verschaffte sich die Mannschaft eine 25:21-Führung. Beide Trainer reagierten mit weiteren Auszeiten, um ihre Teams taktisch neu auszurichten. Diese Phase erwies sich als spielentscheidend, da die Braunschweiger gezwungen waren, ihre Defensive zu öffnen und im Angriff auf den siebten Feldspieler zu setzen.

Die taktische Umstellung der Braunschweiger schuf zusätzliche Räume, die die Eintracht konsequent nutzte. Mit einer sicheren und abgeklärten Spielweise gelang es ihr, den Vorsprung weiter auszubauen und am Ende einen ungefährdeten 29:25-Auswärtssieg beim Tabellenführer einzufahren. Bemerkenswert ist dabei, dass der MTV Braunschweig bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen Punkt in eigener Halle abgegeben hatte.

Die Eintracht zeigte nach den schwachen letzten Spielen eine überzeugende Leistung in allen Mannschaftsteilen und unterstrich damit eindrucksvoll ihre wiedergewonnene Stärke. Im Angriff waren Piet Möller (12/6), Jakub Tonar (7) sowie Henning Stoehr (3) und Lukas Quedenbaum (3) die Haupttorschützen. Im Tor zeigte Krka eine starke Leistung und gab seinem Team den nötigen Rückhalt.

Rund 150 mitgereiste Fans unterstützten die Eintracht lautstark und sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre in der Halle. Ihr leidenschaftlicher Einsatz auf den Tribünen verlieh dem Team zusätzliche Motivation und wird den Anhängern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

MTV Braunschweig – HC Eintracht Hildesheim 25:29 (11:13)

MTV Braunschweig: Timo Serbest, Niklas Mellmann, Eike Engelbrecht – Tim Janas Otto (1), Jan-Bennet Kanning (3), Lukas Friedhoff (1), Milan Vuckovic, Milan Mazic (1), Philipp Moritz Krause (2/1), Melf Hagen (12/4), Bela Pieles (3), Rick Harder (1), Niklas Wolters (1), Tim Lietz, Mika Jon Hoyer, Khaled Khemiri.

HC Eintracht Hildesheim: Jan Wesemann, Leon Krka – Piet Möller, Jorit Reshöft, Robin Möller, Peter Szmetan, Petar Juric, Philipp Wäger, Henning Stoehr, Jakub Tonar, Hendrik Hanemann, Lukas Quedenbaum, Tjark Jonas, Luis Rodriguez, Matteo Ehlers, Florian Billepp.

Schiedsrichter: Jens Vortmann, Nils Blümel

Zeitstrafen: Braunschweig (2) / Vuckovic, Pieles; Eintracht (1) / Juric

Rote Karten: keine

Siebenmeter: Braunschweig 5/7, Eintracht 6/8

Zuschauer: 5000

Spielfilm:
1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 2:4, 2:5, 2:6, 3:6, 3:7, Sp. 9:06 (TTO Braunschweig), 4:7, 5:7, 5:8, 6:8, Sp. 17:14 (TTO Eintracht), 7:8, 7:9, 7:10, 8:10, 8:11, 8:12, 9:12, 10:12, 10:13, 11:13. Halbzeit.

11:14, 12:14, 12:15, 13:15, 14:15, Sp. 35:11 (TTO Eintracht), 14:16, 15:16, 15:17, 15:18, 16:18, 17:18, 17:19, 17:20, 18:20, 19:20, 19:21, 19:22, 20:22, 21:22, 21:23, 21:24, 21:25, Sp. 52:31 (TTO Braunschweig), Sp. 53:14 (TTO Eintracht), 21:26, 21:27, 22:27, 22:28, 23:28, 23:29, 24:29, 25:29. Ende

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