30.01.26
Derbysieg nach hartem Kampf
Viel Kampf, harte Zweikämpfe und gute Torhüter prägten am Freitagabend das Derby zwischen den Sportfreunden Söhre und unserer Mannschaft, die sich vor 1607 Zuschauern in der Sparkassen Arena am Ende mit 27:25 durchsetzte und damit wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze für seich verbuchen konnten. Insgesamt war es über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, in der unser Team beim 14:12 auch nach der ersten Hälfte mit zwei Toren geführt hatte.
Die Sparkassen Arena war erneut gut besetzt, ein wenig aber scheint das Derby an Reiz eingebüßt zu haben, denn am Freitagabend strömten rund 900 Zuschauer weniger in die Halle als noch im Hinspiel. Vielleicht aber hielten auch die Halbfinals bei der Europameisterschaft und die Wetterbedingungen einige Hildesheimer Fans davon ab, das Derby live zu verfolgen. Der Söhrer Anhang jedenfalls war wie immer stark vertreten. Ohne den verletzt fehlenden Jakub Tonar begann unser Team mit der Rückraumreihe mit Matteo Ehlers neben Piet Möller und Florian Billepp. In der erwartet offensiven Abwehrformation standen Hendrik Hanemann und Wäger neben Petar Juric im Zentrum. Das Tor hütete beim Anpfiff Jan Wesemann. Den schnellen Söhrer Führungstreffer durch Tom Hanel egalisierte Lukas Quedenbaum. Unser Team tat sich gegen die gut gestaffelte Abwehr der Gastgeber schwer in der Anfangsphase. Vom Anpfiff an war aber Feuer in der Partie. In der achten Minute markierte Florian Billepp mit dem 3:2 die erste Führung für unsere Mannschaft. Es waren die engagierten Abwehrreihen beider Mannschaften, die die Anfangsviertelstunde dominierten. Zudem zeigten sowohl Jannis Nowitzki als auch Jan Wesemann in den Toren beider Teams starke Paraden. So hieß es nach 15 Minuten, in denen die Zuschauer wenig Tore gesehen hatten, 5:4 aus unserer Sicht. Innerhalb von zwei Minuten warfen Piet Möller und Philipp Wäger eine 8:5 Führung heraus, Söhre reagierte mit einer Auszeit. Mit Erfolg, denn in der 20. Minute traf Tom Hanel, der sich auf Söhrer Seite in dieser Phase zum Alleinunterhalter entwickelte und mit dem unser Abwehrverband Probleme hatte, zum 7:8 Anschluss. Das Spiel war auch weiterhin völlig offen. Matteo Ehlers traf zwar zum 9:7, musste danach aber verletzt auf die Bank. Die Partie blieb spannend, in der 25. Minute verwandelte Tom Hanel einen Siebenmeter zum 11:11 Ausgleich. Anschließend versiebte Piet Möller einen Strafwurf gegen Söhres Keeper Lukas Reichenbach, nachdem er schon in der Angangsphase vom Punkt an Jannis Nowitzki gescheitert war. Insgesamt verwandelte unser Spielmacher aber zehn Strafwürfe und hatte damit maßgeblichen Anteil am Erfolg. Söhres Norman Kordas hatte die Führung in der Hand, scheiterte aber freistehend an Jan Wesemann. Auch Jorit Reshöft, der für Ehlers gekommen war, brachte den Ball in Überzahl völlig frei nicht an Wesemanns Gegenüber im Söhrer Tor vorbei. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte nahm unsere Mannschaft eine knappe 14:12 Führung mit in die Kabine, nachdem Philipp Wäger per Gegenstoß zum Halbzeitstand getroffen hatte. Mit bis dahin sieben Toren war Söhres Tom Hanel erfolgreichster Werfer der ersten 30 Minuten des Derbys. Zu Beginn des zweiten Abschnitts kehrte Matteo Ehlers aufs Feld zurück und Piet Möller verwandelte vom Punkt zum 15:12. Jan Wesemann verhinderte mit einer Doppelparade den Söhrer Anschluss. Petar Juric traf im nächsten Gegenstoß zum 16:12, prompt reagierte Söhres Coach Sascha Bertow mit seiner zweiten Auszeit. Zwar fing die Abwehr, in die jetzt Henning Stoehr gerückt war, den nächsten Söhrer Angriff ab, doch Ehlers vertändelte den Ball äußerst fahrlässig. Auch sein Rückzugsverhalten wirkte eher behäbig. So kamen die Söhrer wieder heran, verkürzten in der 39. Minute durch Niklas Ihmann zum 15:17. Jetzt war es unser Coach Daniel Deutsch, der seine Mannschaft in einer Auszeit zusammenholte. Danach saß Ehlers wieder auf der Bank. Florian Billepp, Piet Möller und Philipp Wäger spielten jetzt im Rückraum. Das Derby wurde jetzt wilder, beide Teams scheiterten mehrfach an den jeweiligen Abwehrreihen und Torhütern. Was aber blieb, waren Tempo, Kampf und Spannung. In der 43. Minute sah Söhres Niklas Ihmann nach einem Foul an Philipp Wäger die rote Karte. Auch als Lukas Quedenbaum zum 20:16 traf, war das Derby lange nicht entschieden. Angefeuert von den jeweiligen Fanlagern lieferten sich beide Mannschaften harte Zweikämpfe und forcierten dabei die Gangart. In der 51. Minute traf Piet Möller erneut vom Punkt zum 23:18. Nachdem Philipp Wäger sich zum 24:19 durchgesetzt hatte, versuchte Söhres Trainer Sascha Bertow mit seiner dritten Auszeit, das Ruder noch herumzureißen, in dem er danach den siebten Feldspieler brachte. Das hatte zunächst durchaus Erfolg, denn seine Mannen verkürzten zum 21.24. Zwar traf Philipp Wäger zum 25:21, doch Florian Billepp versiebte die Chance zum fünf Tore Vorsprung. Prompt warfen sich die Gastgeber beim 22:25 drei Minuten vor Schluss wieder in Schlagdistanz, jetzt war es Daniel Deutsch, der mit einer Auszeit reagierte. Die Schlussminuten verliefen zunehmend hektisch, auch weil die Schiedsrichterinnen mit ihren Entscheidungen für Unruhe in beiden Mannschaften sorgten. Mit dem 27:24 machte Philipp Wäger in der Schlussminute den Sack zu, Tom Hanel verkürzte per Siebenmeter noch zum 25:27 Endstand. Am kommenden Freitagabend reist unser Team nach Hohn, wo mit der HSG Eider Harde ein höchst unbequemer Gastgeber auf die Mannschaft wartet.
Sportfreunde Söhre – HC Eintracht 25:27 (12:14)
HC Eintracht: Jan Wesemann, Leon Krka – Piet Möller (13/10), Jorit Reshöft (2), Robin Müller, Péter Szmetán, Petar Juric (1), Philipp Wäger (4), Henning Stoehr, Hendrik Hanemann (1), Lukas Quedenbaum (2), Luis Rodriguez, Tjark Jonas, Matteo Ehlers (1), Florian Billepp (3)
Sportfreunde Söhre: Jannis Nowitzki, Lukas Reichenbach – Joey Wattenberg, Tom Folger, Jonas Rost, Linus Noah Freiwald, Alexander Thiel (1), Yannik Ihmann, Niklas Tobien, Johannes Kellner (2), Norman Kordas, Niklas Ihmann (5), Gunnar Lehrke (4), Tom Hanel (10/5), Philipp Klein, Johann Scherbanowitz (2)
Schiedsrichter: Mandana Khalil und Elfi Oliger
Zeitstrafen: HCE 2 (Wäger, Billepp) – Söhre 4 (Lehrke, Hanel, N. Ihmann, Kordas)
Rote Karte: Niklas Ihmann (Söhre) in der 43. Minute nach Foul an Wäger
Siebenmeter: HCE 12/10 (Möller scheitert an Nowitzki und Reichenbach) – Söhre 5/5
Zuschauer: 1607
Spielfilm: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4 (10.), 4:5, 4:6, 5:6, 5:7, 5:8 (Auszeit Söhre/17.), 6:8, 7:8, 7:9, 8:9, 8:10, 9:10, 9:11, 10:11 (23.), 11:11, 11:12, 11:13, 12:13 (Auszeit HCE/30.), 12:14 (Hz.), 12:15, 12:16 (Auszeit Söhre/34.), 13:16, 13:17, 14:17, 15:17 (Auszeit HCE/39.), 15:18, 16:18, 16:19, 16:20 (45.), 17:20, 17:21, 18:21, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24 (Auszeit Söhre/54.), 20:24, 21:24, 21:25, 22:25 (Auszeit HCE/57.), 22:26, 23:26, 24:26, 24:27, 25:27
30.01.26
Im Derby gegen Söhre: Gast in der eigenen Halle
Auswärtsspiel in der eigenen Heimspielarena: Das gibt es nur im Derby zwischen den Sportfreunden Söhre und unserer Mannschaft. Am Freitagabend um 19.30 Uhr steigt die achte Auflage dieses immer jungen Drittliga-Derbys in der Sparkassen Arena, in der die Söhrer an diesem Abend die Gastgeber sind. Als aktuellem Tabellenführer fällt unserer Mannschaft als Gast des Tabellendreizehnten die Favoritenrolle zu. Ein Umstand, der aber keinesfalls dazu führen darf, die immer für eine Überraschung guten Söhrer auch nur ansatzweise zu unterschätzen.
Der MTV Braunschweig zitterte sich am letzten Wochenende zu einem knappen 29:28 Heimsieg gegen den DHK Flensborg. Während die Berliner Jungfüchse durch die Niederlage bei der HSG Eider Harde in der Spitzengruppe etwas an Boden verloren haben, ist der EHV Aue mit großen Schritten auf dem Weg in die Gruppe der Topteams. Die Erzgebirgler warfen sich durch ihren 43:21 Kantersieg bei der HSG Ostsee N/G bis auf einen Punkt an die Berliner heran und stehen nun bereits auf Rang vier der Tabelle. Braunschweig steht am kommenden Spieltag mit dem Auswärtsspiel in Hamburg-Barmbek vor einer eher überschaubaren Aufgabe, der EHV Aue spielt zu Hause gegen Magdeburg II. In Berlin kommt es zum Duell der Jungfüchse gegen den in der Tabelle ebenfalls nach Norden marschierenden HC Empor Rostock.
Im Derby am Freitagabend geht es für unser Team darum, mit einem Sieg den Abstand zu den Verfolgern zu verteidigen. Für die Gastgeber aus unserem Nachbardorf dagegen wäre ein Punktgewinn ein Bonus im Kampf um den Klassenerhalt. Tickets für das Spiel gibt es im Webshop der Söhrer Sportfreunde und an der Abendkasse. Über Sportdeurope.de wird dieses Derby wie immer live übertragen.
Im Hinspiel behielt unser Team im letzten Herbst mit 26:16 klar die Oberhand. Auch für das Rückspiel hat sich unsere Mannschaft einen klaren Sieg vorgenommen. „Söhre spielt im Angriff gute Sachen, wir müssen demnach eine starke Defensive stellen. So ein Derby sorgt immer für Spannung, weil es oft anders läuft als man es erwartet“ sieht unser Trainer Daniel Deutsch durchaus Gefahren im Spiel gegen die kampfstarken Nachbarn, macht aber auch klar, „dass wir natürlich gewinnen und unserer Favoritenrolle gerecht werden wollen.“ Personell gibt es allerdings schlechte Nachrichten. Jakub Tonar hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird unserer Mannschaft am Freitagabend fehlen. Auch Petar Juric und Piet Möller sind leicht angeschlagen und konnten letzte Woche nur eingeschränkt trainieren. „Sie werden aber voll einsatzfähig mitspielen können. Interessant wird, wie sich unsere Deckung um den so wichtigen Abwehrstrategen Petar Juric auf den Söhrer Angriff um Tom Hanel und Niklas Ihmann einstellen wird. Gelingen hier entscheidende Ballgewinne, kann das Umschaltspiel neben dem Torwartduell zu einem spielentscheidenden Faktor werden. Im Angriff wird sich zeigen müssen, wer die Rolle des zuletzt treffsicheren Jakub Tonar übernehmen wird. Philipp Wäger und Matteo Ehlers dürften hier erste Kandidaten sein.
Mit 10:26 Punkten schweben die Söhrer in akuter Abstiegsgefahr, liegen nur einen Zähler vor dem ersten Abstiegslatz, den der Oranienburger HC nach dem letzten Spieltag belegt. Während sich Tom Hanel zu einem der Toptorschützen nicht nur in der Mannschaft von Trainer Sascha Bertow, sondern mit bisher 126 Toren auch in der Staffel Nord-Ost entwickelt hat, hat Mannschaftskapitän Yannick Ihmann in den letzten Monaten durchgehend mit einer Fußverletzung zu kämpfen. Tom Folger, Kreisläufer Norman Kordas, Johannes Kellner und Niklas Ihmann bilden gemeinsam mit Hanel eine durchaus konkurrenzfähige Angriffsformation, die unsere Abwehr fordern wird. Am letzten Spieltag unterlagen die Söhrer beim SC Magdeburg II klar mit 33:42, man darf gespannt sein, welche Reaktion das Team aus dem Nachbardorf am Freitagabend in seinem Heimspiel vor den vielen, vor allem eigenen Fans, zeigen wird.

Im Derby gegen Söhre: Gast in der eigenen Halle
