16.04.26

Eintracht peilt mit einem Sieg gegen Rostock den DHB-Pokal an

Im vorletzten Heimspiel der Saison kommt es am Sonnabend zu einem besonderen Wiedersehen in der Sparkassen-Arena. Dieser Spieltag wird präsentiert von der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. Es treffen die beiden „Dinos“ der 2. Bundesliga aus vergangenen Jahren erneut aufeinander: Sowohl der HC Empor Rostock als auch die Eintracht waren über viele Jahre hinweg feste Größen im Unterhaus des deutschen Handballs und haben zahlreiche spannende Begegnungen bestritten.

Besonders in Erinnerung bleibt das legendäre Spiel der Eintracht in Rostock im Mai 2011 am letzten Spieltag der 2. Bundesliga. Damals gelang der Eintracht ein Auswärtssieg, womit sie den Topfavoriten GWD Minden hinter sich ließ. Dieser Erfolg bedeutete den Aufstieg in die 1. Bundesliga und wird noch heute als einer der Meilensteine in der Vereinsgeschichte angesehen. Zuletzt standen sich beide Teams im Halbfinale der Aufstiegsrunde 23/24 zur 2. Bundesliga gegenüber. Damals drehte die Eintracht einen Fün-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel in Rostock und sicherte sich den Einzug ins Finale.  

 

Der Gegner: Die Gäste aus dem Norden Mecklenburg-Vorpommerns Vertreter treten mit einer beeindruckenden Bilanz an: Mit 36:16 Punkten stehen sie derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. Dabei erzielen sie im Schnitt 32 Tore und müssen 28 Gegentreffer pro Spiel hinnehmen. Das aktuelle Torverhältnis von 823:750 unterstreicht ihre offensive Spielfreude und zugleich stabile Defensive. Diese Zahlen zeigen, dass Rostock als starker Gegner gilt und das Potenzial hat, der Eintracht Paroli zu bieten.

In diesem Jahr gab es für die Jacobsen-Sieben zwei Heimniederlagen gegen den EHV Aue (20:25) und am vergangenen Spieltag eine überraschende 31:37-Niederlage gegen Eider Harde. Einen Punkt ließ Empor zudem im Auswärtsspiel bei der HSG Ostsee N/G (33:33) liegen. Trotz dieser Rückschläge blickt Rostock auf eine insgesamt starke Saisonleistung zurück, auch wenn das Team in dieser Spielzeit auf die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga verzichten muss. Mit Elias Gansau (RL/122) und Julius Siegler (RR/66) verfügt Empor über einen wurfgewaltigen Rückraum. Kay Funke (LA/98/40), Tim Uhl (LA/32/13) sowie Matheus Costa Dias (RA/72/13) vervollständigen die breit aufgestellte Angriffsreihe.   

 

Klare Zielsetzung und positive Stimmung 

Obwohl der Tabellenstand zunächst den Eindruck erweckt, es ginge lediglich um die sprichwörtliche „goldene Ananas“, spricht die Ausgangslage für eine andere Betrachtung. Es gibt zwei triftige Gründe, die dem Duell eine besondere Bedeutung verleihen: Die 27:26-Hinspielniederlage in allerletzter Sekunde und die mögliche Qualifikation für den DHB-Pokal.  

Spannung in der Tabelle
Für eine Qualifikation zum DHB-Pokal muss mindestens der dritte Tabellenplatz erreicht werden. Momentan liegen Altenholz und die Füchse mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem HC. Sollte am Saisonende die Mannschaft der Füchse Berlin II den dritten Platz belegen, würde sogar Rang vier für die Teilnahme am DHB-Pokal ausreichen. Trainer Deutsch hebt die Marschrichtung hervor: „Wir wollen das Optimum herausholen und die erste Runde im DHB-Pokal erreichen.“  

Motivation und personelle Situation
Trotz der Tatsache, dass die Eintracht bereits seit fünf Jahren in Folge an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilnimmt, ist weder im Trainerteam noch bei den Spielern eine Spur von Enttäuschung zu erkennen. Personell sind fast alle an Bord; lediglich Florian Billepp und Jorit Reshöft sind leicht angeschlagen. Beide werden aber gegen Rostock zum Einsatz kommen.

Anwurf der Partie ist am Sonnabend um 19 Uhr in der Sparkassen-Arena.  

Die weiteren Spiele vom Wochenende:
SC DHfK Leipzig – DHK Flensborg, TSV Altenholz – EHV Aue, HSG Ostsee N/G – Oranienburger HC, SC Magdeburg II – MTV Braunschweig, Füchse Berlin II – Sportfreunde Söhre, Plauen/Oberlosa – HG Hamburg-Barmbek, Eider Harde – Stralsunder HV.

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