26.02.26
Eintracht Hildesheim im Auswärtsspiel gegen Flensborg unter Zugzwang
Der Gegner
Am Samstag geht es für den HC in den Norden. Ziel ist nach ca. 336 Kilometern die Idraetshalle in Flensburg, nur einen Steinwurf von der Flensburger Förde entfernt. Dort trifft die Deutsch-Sieben auf den DHK Flensborg. Derzeit belegen die Hausherren mit 16:26 Punkten den zehnten Tabellenplatz der Liga. In eigener Halle gab es nur gegen Eider Harde und MTV Braunschweig Niederlagen. Dem gegenüber stehen drei Unentschieden gegen den Stralsunder HV, den SC Magdeburg II und die HG Hamburg-Barmbek. In den zurückliegenden fünf Heimspielen gab es vier Siege und im letzten Spiel ein Unentschieden. Den Löwenanteil der Pluspunkte erspielte sich die Jensen-Sieben in eigener Halle – davon neun Punkte aus den letzten Begegnungen.
Flensborg verfügt mit Mathias Sonne Domino (120 Tore) und Thilo Knudsen (70 Tore) über einen sehr starken linken Rückraum. Mit Jonas Rithaphorn (LA / 80 Tore) und Tom Lurenzen (RA / 40 Tore) spielen außerdem zwei starke Außenspieler. Lenker und Denker des Teams ist Maurice Niestroj (53 Tore) auf Rückraum-Mitte. Insgesamt ist das Spiel des DHK linkslastig – ein Aspekt, den die Eintracht-Abwehr über die gesamte Spielfeldbreite im Blick behalten muss.
Der Blick nach vorne
Nach drei Niederlagen in Folge, davon zwei in eigener Halle, ist das Nervenkùmem der Eintracht-Sieben deutlich angespannt. „Die Saison ist noch lang“, so Daniel Deutsch nach der 32:34-Heimpleite am vergangenen Sonntag gegen EHV Aue. Stimmt – aber ein weiterer Ausrutscher gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner wäre das endgültige Aus im Aufstiegsrennen. Schon jetzt ist der HC auf Schützenhilfe angewiesen, um wenigstens noch Platz zwei zu erreichen. Mit dem Auswärtsspiel in Braunschweig und der Heimpartie gegen Rostock stehen noch zwei dicke Brocken auf dem Spielplan. Doch sich jetzt auf diese beiden Spiele zu fokussieren, wäre der Sache nicht dienlich.
Von Spiel zu Spiel denken – der nächste Gegner ist immer der Schwerste. Viel wird von der mentalen Verfassung der Spieler abhängen, ob das Team wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Hat Deutsch im Laufe der Woche die richtigen Worte gefunden, um die Spieler als „Ersthelfer“ wieder zu altem Selbstvertrauen zu führen? Auffällig waren die zahlreichen technischen Fehler im Angriffsspiel der letzten Partien. Gegen Aue fehlten mit Jakub Tonar und Luca Hofmann zwei wichtige Akteure im Angriff. Deutsch hofft, dass sich das Lazarett lichtet und er auf einen möglichst kompletten Kader zurückgreifen kann.
Kopf hoch und Krone richten
Die Vorbereitung auf das Spiel gestaltete sich einmal mehr alles andere als einfach. „Wir hatten wieder eine schwierige Trainingswoche. Das Glück aus den letzten Jahren hat uns diese Saison verlassen“, gibt Cheftrainer Daniel Deutsch offen zu. Hendrik Hanemann, Jan Wesemann und Florian Billepp meldeten sich am Mittwoch krank ab, ihr Einsatz steht noch in den Sternen. Jakub Tonar ist nach seiner Verletzung aus dem Altenholz-Spiel ebenfalls noch nicht wieder richtig fit. „Aber da müssen wir jetzt durch. Alle Spieler wollen mal wieder das Gefühl eines Sieges spüren. Das hat man auch beim Training mit der kleinen Gruppe gemerkt“, so Deutsch weiter.
Teammanager Martin Kahl hat die Logistik bereits organisiert: Die Mannschaft bricht um 10:00 Uhr an der Sparkassen-Arena auf. Für die Verpflegung auf der langen Fahrt sorgt wie gewohnt Da Fillipo. „Die Mannschaft will unbedingt in die Erfolgsspur zurück“, betont Kahl.
Viel wird von der Abwehrarbeit über die gesamte Spielfeldbreite und einem guten Spielbeginn abhängen. Pendelt sich die Anzahl der technischen Fehler wieder auf ein erträgliches Maß ein, dann sollte die Deutsch-Sieben mit zwei Pluspunkten die Heimreise antreten. Bereits das Hinspiel in der Sparkassen-Arena hat gezeigt, wozu diese Mannschaft fähig ist – ein 41:35-Sieg gegen denselben Gegner macht Mut. Anwurf der Partie: Samstag, 17 Uhr. Für alle, die nicht dabei sein können: Das Spiel wird live auf Sporteurope.tv übertragen.
Weitere Spiele am Wochenende
SC DHFK Leipzig II – HSG Ostsee N/G, Füchse Berlin II – Oranienburg HC, HG Hamburg-Barmbek – SC Magdeburg II, SV 04 Plauen-Oberlosa – MTV Braunschweig, Sportfreunde Söhre – HC Empor Rostock, TSV Altenholz – Stralsunder HV, EHV Aue – HSG Eider Harde.