06.02.26
Trotz 15 Möller-Toren: Niederlage in Hohn
Das war gar nichts! Nach einer schwachen Vorstellung hat unsere Mannschaft heute Abend das Auswärtsspiel bei der HSG Eider Harde verdient mit 30:33 verloren. Vor 499 Zuschauern in der Hohner Werner Kuhrt Halle leistete sich die Mannschaft schon in der ersten Halbzeit eine Vielzahl von technischen Fehlern und lag beim Kabinengang 14:18 zurück. Im zweiten Abschnitt wurde die Leistung zwar etwas besser, in der Gesamtheit aber stellte der Gastgeber das an diesem Abend bessere Team. „Das war zu wenig. Nach dem Ausfall von Jakub Tonar und Philipp Wäger waren wir im Rückraum zu dünn besetzt. Wir wussten, dass die HSG zu Hause ein starkes Team stellt, hatten aber zu wenig dagegenzusetzen und haben uns zu viele technische Fehler geleistet“ fasste Trainer Daniel Deutsch das Spiel zusammen. Herausragender Akteur auf unserer Seite war Piet Möller mit 15 Toren.
Die Vorzeichen vor der Partie in Hohn waren eher suboptimal. Im Kader fehlten Jakub Tonar (verletzt) und Philipp Wäger (krank). Daniel Deutsch ließ mit der Reihe Matteo Ehlers, Piet Möller und Florian Billepp beginnen, im Tor stand Leon Krka. Den besseren Start hatten die Gastgeber, die schnell 2:0, 3:1 und 4:2 vorne lagen. Auf unserer Seite war es vor allem Piet Möller, der als Torschütze dafür sorgte, dass die Norddeutschen nicht weiter davonziehen konnten. In der siebten Minute traf Möller mit seinem dritten Tor zum 4:4 und wenig später vom Punkt zum 5:5. Mit seinem Treffer zum 6:5 holte Henning Stoehr die erste Führung auf unsere Seite. Während es im Angriff noch nicht wirklich rund lief, stimmte die Abwehrarbeit in der Anfangsphase, was sich aber auch ändern sollte. Auch Leon Krka fand zunächst gut in die Partie, wurde dann aber in Hälfte zwei durch Jan Wesemann ersetzt. Beide boten eine durchschnittliche Leistung. Die HSG allerdings lieferte stringentes Tempospiel und kam nach Angriffsfehlern unserer Spieler in der ersten Hälfte zu einer Vielzahl von einfachen Gegenstoßtoren. Das Rückzugverhalten unserer Mannschaft war allerdings auch nicht optimal, so gingen die Gastgeber nach 15 Minuten mit 9:7 wieder nach vorne, wenig später hieß es sogar 7:10 aus unserer Sicht nach einem 4:0 Lauf der HSG. Eine Vielzahl von technischen Fehlern hatte die Mannschaft aus Hohn wieder zu einfachen Toren eingeladen. Es stimmte nichts in der zweiten Viertelstunde auf unserer Seite. Als Daniel Deutsch in der 25. Minute die erste Auszeit nahm, lag seine Mannschaft mit 11:16 zurück. Viel änderte sich allerdings nicht bis zur Halbzeit. Matteo Ehlers war nach einer desolaten Leistung nach rund 20 Minuten, in der er weder Durchschlagskraft noch Torgefährlichkeit oder Engagement gezeigt hatte, durch Jorit Reshöft ersetzt worden. Die Häufigkeit der technischen Fehler allerdings wurde dadurch noch nicht reduziert. Mehrfach erkannten die Schiedsrichter auf Stürmerfoul gegen unsere Angreifer, die sich schwertaten gegen die gut gestaffelte Abwehr der Eider-Harderer. Nach 30 Minuten mit schwacher Angriffsleistung ging unsere Mannschaft mit einem 14:18 Rückstand in die Kabine. Piet Möller verwandelte den ersten Strafwurf der zweiten Hälfte zum 15:18. Gleiches gelang ihm wenig später zum 16:18. Anschließend wurde der Ball in Überzahl hergegeben, prompt bestrafte die HSG das mit dem 19:16 und stellte kurz danach mit dem 20:16 den Abstand wieder her. In der 38. Minute traf Jorit Reshöft zum 19:20 Anschlusstreffer. Das kurze Zwischenhoch allerdings war schnell wieder vorbei, die Chancen zum Ausgleich wurden jetzt zweimal liegengelassen. Der phasenweise gut aufgelegte Henning Stoehr erzielte den Anschluss zum 20:21, ehe Daniel Deutsch die Mannschaft zur Auszeit rief (42.). Piet Möller traf danach zum Ausgleich, die Gastgeber zeigten sich jedoch unbeeindruckt und gingen wieder in Führung. Nachdem Jorit Reshöft seine zweite Zeitstrafe absitzen musste, musste Matteo Ehlers notgedrungen wieder aufs Feld, führte sich sofort mit einem Ballverlust in Überzahl ein und fand sich schnell wieder auf der Bank wieder. Nach einem Ballgewinn in der jetzt stärker agierenden Abwehr gelang Péter Szmetán mit dem 24:23 die erste Führung im zweiten Abschnitt für unser Team, die allerdings nur wenige Sekunden Bestand hatte. Ein Piet Möller als Alleinunterhalter im Angriff war oft zu wenig, um die Abwehr der Gastgeber zu überwinden. Zehn Minuten vor dem Ende hieß es 25:25, ehe es in die spannende Schlussphase ging. Der überragende Möller holte die Führung per Siebenmeter wieder auf unsere Seite. (26:25). Beim Stand von 27:27 versiebten sowohl Henning Stoehr als auch Péter Szmetán in Überzahl von außen. HSG-Linkshänder Sören Hartwich führte sein Team dann mit drei Toren in Folge auf die Siegerstraße, 30:27 führte die HSG vier Minuten vor dem Ende, ehe Daniel Deutsch die letzte Auszeit nahm. Das 31:27 durch den herausragenden HSG-Akteur Abelmann-Brockmann war praktisch die Vorentscheidung. Am Ende feierten die Gastgeber ihren 33:30 Erfolg ausgelassen, während sich unser Team enttäuscht in die Kabinen verabschiedete. Am kommenden Sonntag hat unsere Mannschaft Heimrecht, wenn um 17.00 Uhr der TSV Altenholz in der Sparkassen Arena erwartet wird.
HSG Eider Harde – HC Eintracht 33:30 (14:18)
HC Eintracht: Jan Wesemann, Leon Krka (1) – Piet Möller (15/9), Jorit Reshöft (2), Robin Müller, Péter Szmetán (2), Petar Juric, Henning Stoehr (4), Hendrik Hanemann (2), Lukas Quedenbaum, Luis Rodriguez, Tjark Jonas, Matteo Ehlers, Florian Billepp (4)
HSG Eider Harde: Jorge Schmidt, Jonas Haack – Hauke Frahm, Jari Glumm, Jannik Oettershagen (5), Kevin Hamann, Sören Hartwich (8), Thore Kjell Heinemann (5), Max Dau (1), Jannis-Luca Schneider (1), Jesse Kock, Jarno Mumm, Finn-Luca Bies (4), Malte Abelmann-Brockmann (9/2), Tjorben Heckel, Paul Jonas
Schiedsrichter: Stefan Bendel und Paul Schulte-Coerne
Zeitstrafen: HCE 2 (2 x Reshöft) – HSG 5 (2 x Schneider, Hartwich, Heinemann, Abelmann-Brockmann)
Rote Karte: keine
Siebenmeter: HCE 11/9 (Möller scheitert zweimal) – HSG 3/2 (Abelmann-Brockmann scheitert an Krka)
Zuschauer: 499
Spielfilm: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 5:6, 6:6, 6:7, 7:7, 8:7 (15.), 9:7, 10:7, 10:8, 11:8, 12:8, 12:9, 12:10, 13:10, 14:10 (23.), 14:11, 15:11, 16:11 (Auszeit HCE/25.), 16:12, 17:12, 17:13, 17:14, 18:14 (Hz.), 18:15, 18:16, 19:16, 20:16, 20:17, 20:18, 20:19 (Auszeit Eider Harde/38.), 21:19 (40.), 21:20 (Auszeit HCE/42.), 21:21, 22:21, 22:22, 23:22, 23:23, 23:24, 24:24, 25:24, 25:25 (50.), 25:26, 26:26, 26:27, 27:27, 28:27, 29:27, 30:27 (Auszeit HCE/57.), 31:27, 31:28 (Auszeit HSG/58.), 32:28, 32:29, 33:29, 33:30
06.02.26
Im Derby gegen Söhre: Gast in der eigenen Halle
Auswärtsspiel in der eigenen Heimspielarena: Das gibt es nur im Derby zwischen den Sportfreunden Söhre und unserer Mannschaft. Am Freitagabend um 19.30 Uhr steigt die achte Auflage dieses immer jungen Drittliga-Derbys in der Sparkassen Arena, in der die Söhrer an diesem Abend die Gastgeber sind. Als aktuellem Tabellenführer fällt unserer Mannschaft als Gast des Tabellendreizehnten die Favoritenrolle zu. Ein Umstand, der aber keinesfalls dazu führen darf, die immer für eine Überraschung guten Söhrer auch nur ansatzweise zu unterschätzen.
Der MTV Braunschweig zitterte sich am letzten Wochenende zu einem knappen 29:28 Heimsieg gegen den DHK Flensborg. Während die Berliner Jungfüchse durch die Niederlage bei der HSG Eider Harde in der Spitzengruppe etwas an Boden verloren haben, ist der EHV Aue mit großen Schritten auf dem Weg in die Gruppe der Topteams. Die Erzgebirgler warfen sich durch ihren 43:21 Kantersieg bei der HSG Ostsee N/G bis auf einen Punkt an die Berliner heran und stehen nun bereits auf Rang vier der Tabelle. Braunschweig steht am kommenden Spieltag mit dem Auswärtsspiel in Hamburg-Barmbek vor einer eher überschaubaren Aufgabe, der EHV Aue spielt zu Hause gegen Magdeburg II. In Berlin kommt es zum Duell der Jungfüchse gegen den in der Tabelle ebenfalls nach Norden marschierenden HC Empor Rostock.
Im Derby am Freitagabend geht es für unser Team darum, mit einem Sieg den Abstand zu den Verfolgern zu verteidigen. Für die Gastgeber aus unserem Nachbardorf dagegen wäre ein Punktgewinn ein Bonus im Kampf um den Klassenerhalt. Tickets für das Spiel gibt es im Webshop der Söhrer Sportfreunde und an der Abendkasse. Über Sportdeurope.de wird dieses Derby wie immer live übertragen.
Im Hinspiel behielt unser Team im letzten Herbst mit 26:16 klar die Oberhand. Auch für das Rückspiel hat sich unsere Mannschaft einen klaren Sieg vorgenommen. „Söhre spielt im Angriff gute Sachen, wir müssen demnach eine starke Defensive stellen. So ein Derby sorgt immer für Spannung, weil es oft anders läuft als man es erwartet“ sieht unser Trainer Daniel Deutsch durchaus Gefahren im Spiel gegen die kampfstarken Nachbarn, macht aber auch klar, „dass wir natürlich gewinnen und unserer Favoritenrolle gerecht werden wollen.“ Personell gibt es allerdings schlechte Nachrichten. Jakub Tonar hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird unserer Mannschaft am Freitagabend fehlen. Auch Petar Juric und Piet Möller sind leicht angeschlagen und konnten letzte Woche nur eingeschränkt trainieren. „Sie werden aber voll einsatzfähig mitspielen können. Interessant wird, wie sich unsere Deckung um den so wichtigen Abwehrstrategen Petar Juric auf den Söhrer Angriff um Tom Hanel und Niklas Ihmann einstellen wird. Gelingen hier entscheidende Ballgewinne, kann das Umschaltspiel neben dem Torwartduell zu einem spielentscheidenden Faktor werden. Im Angriff wird sich zeigen müssen, wer die Rolle des zuletzt treffsicheren Jakub Tonar übernehmen wird. Philipp Wäger und Matteo Ehlers dürften hier erste Kandidaten sein.
Mit 10:26 Punkten schweben die Söhrer in akuter Abstiegsgefahr, liegen nur einen Zähler vor dem ersten Abstiegslatz, den der Oranienburger HC nach dem letzten Spieltag belegt. Während sich Tom Hanel zu einem der Toptorschützen nicht nur in der Mannschaft von Trainer Sascha Bertow, sondern mit bisher 126 Toren auch in der Staffel Nord-Ost entwickelt hat, hat Mannschaftskapitän Yannick Ihmann in den letzten Monaten durchgehend mit einer Fußverletzung zu kämpfen. Tom Folger, Kreisläufer Norman Kordas, Johannes Kellner und Niklas Ihmann bilden gemeinsam mit Hanel eine durchaus konkurrenzfähige Angriffsformation, die unsere Abwehr fordern wird. Am letzten Spieltag unterlagen die Söhrer beim SC Magdeburg II klar mit 33:42, man darf gespannt sein, welche Reaktion das Team aus dem Nachbardorf am Freitagabend in seinem Heimspiel vor den vielen, vor allem eigenen Fans, zeigen wird.

Zu später Stunde wartet ein unbequemer Gegner
