19. April 2021

Hildesheim unterliegt in Potsdam

30:24 Auswärtsniederlage in der Aufstiegsrunde

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Foto: Stephan Dürdoth

Der HC Eintracht Hildesheim unterliegt am vergangenen Sonntagnachmittag im zweiten Aufstiegsspiel mit 30:24 auswärts dem 1.VfL Potsdam. Damit stehen die Einträchtler nach dem zweiten Spieltag mit 2:2 Punkten und 56:59 Toren  auf dem fünften Tabellenplatz. Trainer Jürgen Bätjer fordert mehr Emotionen.

 

Vor Spielbeginn setzte Trainer Jürgen Bätjer auf eine bessere Abwehr- und Torwartleistung. Das konnte sein Team im Spiel gegen Potsdam über weite Strecken nicht erfüllen, auch der Angriff verzettelte sich zu viel in Einzelaktionen. „Wir sind enttäuscht, dass wir nicht zu unserer eigentlichen Stärke gefunden haben. Wir haben sowohl hinten in der Abwehr, als auch vorne zu viele individuelle Fehler gemacht und sind nie richtig in den Kampf gekommen“, weiß Trainer Jürgen Bätjer nach Spielende. Auf Kreisläufer Niko Tzoufras mussten die Einträchtler im ersten Auswärtsspiel aufgrund einer Leistenzerrung verzichten und auch Spielmacher Lukas Schieb musste angeschlagen kürzertreten.

 

Doch auch die fitten Hildesheimer konnten ihre Leistung nur bedingt abrufen. Auf der Trainerbank ist man sich bewusst, was daraus folgt: „Wenn dann zwei, drei Leistungsträger nicht am Optimum spielen, dann ist das in so einer Aufstiegsrunde schwierig.“

 

Nach knapp neun Minuten Spielzeit brachte Marko Matic die Niedersachsener mit 4:5 in Führung. Danach zogen die Hausherren aus Potsdam über 8:5, 11:6 und 12:9 weg und das derzeitige Drittligateam aus Hildesheim konnte sich lediglich auf ein Zwei-Tore-Rückstand (13:11) herankämpfen. Der Abstand war jedoch nur von kurzer Dauer, sodass sich die Mannschaften beim Stand von 16:11 in die Halbzeit verabschiedeten.


Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Die Gäste aus Hildesheim fanden auch weiter kein Mittel gegen flexibel aufspielende Potsdamer und ließen durch individuelle Fehler im Angriff Möglichkeiten zur Verkürzung des Spielstandes offen. Bis zur 46. Minute (24:19) hielt Potsdam einen konstanten Fünf-Tore-Abstand, den sie in der letzten Viertelstunde nochmals über 27:20 und 28:23 erhöhten. Die Schlusssirene ertönte beim Endstand von 30:24.

 

Wie erwartet, wollte das Team aus Potsdam das Tabellenkonto nach der Niederlage gegen Hagen ausgleichen. Auf Seiten der Eintracht fehlte es am Sonntagnachmittag nicht nur an spielerischen Möglichkeiten, sondern vor allem auch an Enthusiasmus. „Ein bisschen enttäuscht bin ich von der Emotionalität, da müssen wir eine Schippe drauflegen“, fordert Trainer Jürgen Bätjer. „Es geht hier um den Aufstieg in die zweite Liga und da erwarte ich von jedem einfach mehr Begeisterung und mehr Enthusiasmus.“ Für die kommenden Spieltage muss dies auch auf jeden Fall umgesetzt werden, denn ein weiterer Punktverlust könnte Schwierigkeiten für das Erreichen der Zwischenrunde bedeuten. Doch kommt das Team der Forderung des Trainers nach, ist sich Jürgen Bätjer sicher: „Dann kann man schon vieles wegkämpfen, was vielleicht spielerisch an so einem Tag fehlt. Wenn man beides nicht macht hat man gar keine Chance. Das werden wir am Wochenende gegen Vinnhorst besser machen“.

 

In die dritte Runde der Gruppenphase geht es für den HC Eintracht Hildesheim am Sonntag, 25.04.2021 um 17:00 Uhr zuhause gegen den TuS Vinnhorst. In der heimischen Volksbank-Arena sind ebenfalls aufgrund der aktuellen Corona-Lage keine Zuschauer erlaubt. Das Spiel wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen.