29. Juli 2022

Herbe Niederlage im Test gegen Lübeck-Schwartau

Wieder knapp 200 Zuschauer beim Testspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Jan Winkler setzt sich durch

Das Vorbereitungsspiel unserer Mannschaft gegen den VfL Lübeck-Schwartau endete am Donnerstabend mit einer herben 32:43 Niederlage. Dabei hatte es vor knapp 200 Zuschauern in der Volksbank Arena nach der ersten Hälfte noch nicht nach einer so hohen Niederlage ausgesehen. Nach einem 1:6 Rückstand und einer frühen Auszeit in der sechsten Minute hatte sich unser Team gefangen und den Rückstand Tor um Tor verkürzen können. Trainer Daniel Deutsch hatte offenbar die richtigen Worte gefunden, denn phasenweise spielte die Mannschaft jetzt flüssige Spielzüge und war dazu torgefährlich. Nur fünf Minuten später war der Rückstand auf 5:8 geschmolzen, maßgeblichen Anteil daran hatte Marko Matic, dem in dieser Phase schöne Tore gelangen. Deutsch hatte zunächst mit Leon Krka im Tor und Jan Winkler, Jakub Tonar und Tobias Myrbakk im Rückraum beginnen lassen, brachte in der Abwehr immer Philipp Wäger für Myrbakk. Die Außenbahnen besetzten Florian Most und Lothar von Hermanni, der später wieder in der Angriffsmitte zu Spielanteilen kam. Nach dem Fehlstart stand die Abwehr gut, im Angriff wurden die Außen mehrfach freigespielt. Nach einer Viertelstunde führte der Zweitligist 11:6, beide Teams spielten aber auf Augenhöhe. Bereits nach zehn Minuten musste Moritz Schade passen, nachdem er sich bei einer Abwehraktion verletzt hatte. Wenig später musste auch Jakub Tonar auf die Bank, er hatte einen Schlag in die Rippen bekommen. Beide Spieler konnten bis zum Ende nicht auf das Parkett zurückkehren. Trotzdem kämpfte sich unsere Mannschaft kurz vor der Halbzeit bis auf 14:16 heran, als es zur Pause in die Kabine ging, führten die klassenhöheren Gäste 18:15. Der Start in die zweite Hälfte ähnelte dem der ersten Hälfte. Wieder patzte unser Team in Angriff mehrfach und lud den Gast zu einfachen Gegenstößen ein. Die technischen Fehler häuften sich jetzt, eine ganze Serie von Fehlpässen im Rückraum (Matic, Winker) sorgten dafür, dass der VfL mit Leichtigkeit zu schnellen Toren kam, Konstantin Madert im Tor, der im zweiten Abschnitt für Leon Krka gekommen war, hatte gegen die immer wieder frei vor ihm auftauchenden Gegner wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Nach dem Treffer zum 16:18 ging der Spielfluss auf unserer Seite komplett verloren. Daniel Deutsch versuchte es wieder mit frühen Auszeiten, doch diesmal ohne Erfolg. Nach 40 Minuten hatte der VfL die Führung bis auf 28:18 ausgebaut. Das Rückzugsverhalten auf unserer Seite stimmte jetzt genauso wenig wie die Abwehrarbeit insgesamt, immer wieder taten sich Lücken auf, die Lübeck konsequent ausnutzte. Ein Lichtblick war Linksaußen Tjark Jonas, der auf insgesamt fünf Tore kam und ein gutes Spiel lieferte. Beim 27:33 hielt sich der Rückstand noch halbwegs in Grenzen, am Ende aber stand mit dem 32:43 eine mehr als deutliche Niederlage. „Gut war, dass meine Mannschaft nach dem frühen Rückstand die Ruhe bewahrt hat und sich wieder herangespielt hat, in der zweiten Hälfte aber haben wir einfach viel zu viele Fehler gemacht. Da hat sich die dünne Personaldecke gerade nach dem Ausfall von Jakub und Moritz bemerkbar gemacht“ fasste Daniel Deutsch das Spiel zusammen.  

Die Tore für unsere warfen Marko Matic (7), Lothar von Hermanni (6/2), Tjark Jonas (5), Rene Gruszka (4), Tobias Myrbakk (4), Jan Winkler (2), Kenneth Stiegen (2), Philipp Wäger (1) und Benas Butkus (1)