07. November 2021

HC-Einträchtler kämpfen – belohnen sich jedoch nicht

Erster Punktverlust für Hildesheim

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Bild: Rainer Coordes

Am heutigen Sonntagnachmittag trafen die Handballer des HC Eintracht Hildesheim auf den direkten Konkurrenten aus Vinnhorst. Im absoluten Spitzenspiel der Staffel C zeigten die HC Einträchtler Höhen und Tiefen, kämpften sich jedoch immer wieder ran. Am Ende feierten stark aufspielende Vinnhorster mit 25:30 den Derbysieg in der Volksbank-Arena. 

Zum vom DHB ausgerufenen „Tag des Handballs“ fanden insgesamt 1.666 Zuschauer den Weg in die Volksbank-Arena in Hildesheim, um beim Topspiel mitzufiebern und sorgten für eine tolle Kulisse. Dabei erwischten die Hausherren den besseren Start und spielten sich nach sechs Minuten eine 3:1 Führung heraus. Von da an verlief das Spiel auf absoluter Augenhöhte. Immer wieder netzen die Gäste aus Vinnhorst ein und die Hildesheimer zogen nach, sodass der Abstand von zwei Toren gehalten werden konnte. Erst in der 17. Minute konnten die Hannoveraner zum 8:8 ausgleichen. So richtig rund lief es für die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt nicht. Insgesamt sieben Minuten blieben sie torlos, sodass die Anzeigetafel einen Rückstand von 8:12 anzeigte. Doch die Hildesheimer Fans ließen nicht locker und pushten ihr Team weiter nach vorne. In der 22. Minute erlöste Jakub Tonar die Schwarz-Grünen, kurz darauf setzte sich Jonas Richardt gleich zwei Mal durch. Der HC war wieder im Spiel und glich fünf Minuten vor der Halbzeit zum 12:12 aus. Jetzt sah Vinnhorsts Trainer Davor Dominikovic Anlass für eine Auszeit und bat sein Team zur kurzen Absprache. Zwar kamen die Gäste aus Vinnhorst nun wieder zum Torwurf, jedoch hatte vor allem Leon Krka etwas gegen einen Torerfolg der Gegner. Immer wieder parierte die Hildesheimer Nummer 99 und hielt das Unentschieden somit fest. Kurz vor der Halbzeit trafen die Hildesheimer in Person von Moritz Schade noch einmal zum 13:12. Den Gleichstand stellten die Gäste kurz darauf wieder her, sodass die beiden Teams beim Stand von 13:13 in die Kabine verabschiedet wurden. 

Besser lief es für die Vinnhorster zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach knapp vier gespielten Minuten erspielten sie sich einen drei Tore Vorsprung, welchen sie über sieben Minuten bis zum 22:19 halten konnten. Dann schlugen wieder die Minuten den Hausherren. Beim Stand von 21:22 schickten die Unparteiischen Marko Matic mit dem roten Karton vom Platz und die Halle bebte sprichwörtlich. Ein Beben, das die Hildesheimer mit auf die Platte nahmen und knapp 15 Minuten vor Schluss zum 22:22 ausglichen. Einer glänzte heute ganz besonders: Leon Krka. Immer wieder fischte er sich die freien Bälle der Hannoveraner. Doch seine Vordermänner ließen im Angriffsspiel zu viele Chancen aus, was Vinnhorst gnadenlos ausnutze. Beim Stand von 23:27 zeigte die Anzeige noch fünf Minuten Spielzeit an, als Jürgen Bätjer sein Team nochmals neu einstellte und in die Offensivdeckung schickte. Doch auch dieses Mittel brachte nicht den gewünschten Erfolg, sodass beim Endstand von 25:30 die Glückwünsche an den TuS Vinnhorst gingen. Demnach bleiben die Hannoveraner ungeschlagen Tabellenführer, die HC-Einträchtler platzieren sich mit einer Niederlage direkt dahinter. 

„Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt. Danke an die tolle Kulisse. Am Ende fällt es zwei bis drei Tore zu hoch aus. Der Torhüter von Vinnhorst hat heute einen Sahnetag erwischt, wir haben zu viele Fehlwürfe – insgesamt glaub ich 18. Es ist wirklich schade, aber ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, sie haben gekämpft. Am Ende des Tages ist es so, dass es gegen eine Topmannschaft nicht reicht, wenn wir nicht bei 100% sind. Wir werden weiter hart an uns arbeiten. Es geht weiter, es ist keine Saison und auch nicht unser Ziel verloren, aber erstmal muss man das natürlich verdauen und verarbeiten“ sagte Trainer Jürgen Bätjer nach dem Spiel. 

Eintracht – TuS Vinnhorst 25:30 (13:13)

HC Eintracht: Konstantin Madert, Leon Krka - Juan Antonio Sario Viciano (4), Sören Kress, Lukas Schieb (1), Marko Matic (2), Jonas Richardt (3), René Gruszka (2), Jakub Tonar (2), Martin Schmiedt, Nikolaos Tzoufras (2), Sotirios Sarafs, Lothar von Hermanni (9/6), Moritz Schade (2), Jan Winkler (2), Eimantas Grimuta

TuS Vinnhorst: Luc Kaspereit, Stefan Hanemann, Colin Räbiger, Matheus Costa Dias (3), Tim Otto (6), Nils Eichenberger, Falk Kolodziej (5/1), Jakob Bormann (3), Maurice Lungela (6/1), Fynn-Derk Wiebe (1), Maurice Dräger (2), Yannik Müßner, Fin Backs, Hendrik Pollex (2), Tolga Durmaz (2)

Schiedsrichter: Alexander Kittel / Lars Erik Scharfe

Zeitstrafen: HC Eintracht 2 (Matic, Winkler) – TuS Vinnhorst 7 (Costa Dias, Otto, Kolodziej, Dräger, Müßner)

Siebenmeter: HC Eintracht 6/6  – TuS Vinnhorst 3/2 

Rote Karten: Matic (44:42)

Zuschauer: 1.666

Spielfilm: 3:1, 5:3, 7:6, 8:8, 8:11 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim / 20), 8:12, 10:12, 12:12 (Time-Out HC TuS Vinnhorst / 26), 13:13 (HZ), 14:15, 15:18, 16:19, 17:20, 18:21 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim / 40), 19:22, 21:22, 22:22, 22:24, 23:26 (Time-Out Tus Vinnhorst / 54), 23:27 (Time-Out HC Eintracht Hildesheim (56), 25:27, 25:29, 25:30