25. April 2021

HC belohnt sich nach Kampf im Niedersachsenderby nicht

30:26 Niederlage zuhause gegen den TuS Vinnhorst

Eintracht-Heimspiel gegen den HC Empor Rostock
Bild: Rainer Coordes

Zum zweiten Mal in der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga ruft Hallensprecher Christoph „Scholle“ Scholz an diesem Sonntagnachmittag „Licht aus“, bevor der HC Eintracht Hildesheim das Parkett zum zweiten Heimspiel in der heimischen Volksbank-Arena betritt. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit und sechs Toren Rückstand kämpfte sich die Heimmannschaft zurück ins Spiel, konnte sich am Ende dafür jedoch nicht belohnen. Das Spiel gegen den TuS Vinnhorst geht mit 26:30 an die Gäste.

 

Der Derbycharakter im Niedersachsenduell war deutlich spürbar. Nach knapp 11 gespielten Minuten zückte das Schiedsrichtergespann Linker / Schmidt bereits zum vierten Mal den gelben Karton. Bis dahin stand es nicht nur nach Verwarnungen ausgeglichen, sondern auch auf der Anzeigetafel. Danach lag das Momentum jedoch ganz klar bei den Gästen. Die Einträchtler mussten ein ums andere Mal individuelle Fehler einstecken und wurden dafür bestraft. Über 5:7, 6:9 und 8:14 konnten die Hildesheimer innerhalb einer knappen viertel Stunde lediglich drei Tore erzielen. Vinnhorst nutze diese Phase eiskalt und setze sich somit mit zwischenzeitlich sechs Toren ab. Wer jetzt zuhause vor den Bildschirmen eine Wiederholung der vergangenen Woche erwartete, hatte diese Rechnung ohne die Einträchtler gemacht. Das aktuelle Drittligateam aus Hildesheim kämpfe sich zurück und zwang den Gästetrainer beim Stand von 10:14 zur grünen Auszeitkarte. Zwei Minuten später verabschiedeten sich die beiden Teams beim Halbzeitstand von 12:15 in die Kabine.  

 

Wie die ersten 30 Minuten endeten, starteten die Nächsten. In der 37. Minute erzielen die Einträchtler nach einer starken Parade von Leon Krka und einem Traumpass von Niko Tzoufras durch Kapitän Lothar von Hermanni das Unentschieden (16:16). Zwei Minuten später geht der Gastgeber zum ersten Mal seit dem 5:4 in Führung. Ab diesem Moment lief das Derby bis zum 23:23 ausgeglichen. Doch dann schlichen sich immer wieder kleine Fehler bei dem Gastgeber ein, folglich zog der TuS Vinnhorst mit drei Toren (23:26) fünf Minuten vor Schluss weg. Der HC Eintracht Hildesheim kämpfte weiter, konnte sich dafür nach 60 gespielten Minuten leider nicht belohnen. Mit 26:30 musste sich der Gastgeber gegen den TuS Vinnhorst geschlagen geben. Damit rutschen die Einträchtler mit 2:4 Punkten und 82:89 Toren ans Tabellenende. Zum Tag der Arbeit reist das Team zum Topfavorit nach Hagen. Anpfiff ist am 01. Mai um 19:00 Uhr. Die Begegnung wird auf „Sportdeutschland.TV“ übertragen.

 

„Natürlich sind wir alle wahnsinnig traurig, dass wir nicht gewinnen konnten. Wir haben viel investiert.“, sagte Trainer Jürgen Bätjer in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „In solchen Spielen müssen alle am Limit sein und wir haben sowohl in der ersten, als auch zweiten Hälfte Phasen mit zu vielen kleinen Fehlern. Das geht dann gegen Topmannschaften auch mal ganz schnell.“, erklärt er weiter. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Jeder der glaubt wir wollen nicht, das ist Blödsinn, wir wollen alle aufsteigen und investieren jeden Tag viel dafür. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Ich glaube jeder hat gesehen, dass wir voll drin sind in dieser Aufstiegsrunde. Am Ende fehlen uns jetzt die Punkte. Aber es sind noch sechs Punkte zu vergeben. Es ist nicht einfach, aber es ist auch nicht unmöglich."